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Chorea Huntington (Huntington-Krankheit) - Copy from deu : Definition

Publié par : rédaction Onmeda (10. mars 2016)

Chorea Huntington (Huntington-Krankheit) ist eine vererbbare Nervenkrankheit, die sich unter anderem durch Bewegungsstörungen bemerkbar macht.

Unter einer Chorea versteht man plötzliche, schnelle und unregelmäßige Bewegungen verschiedener Muskeln – typischerweise von

  • Armen und Beinen,
  • Gesicht,
  • Hals und
  • Rumpf.

Die Betroffenen können diese Bewegungen nicht willentlich steuern. So haben sie beispielsweise einen torkelnden Gang oder schneiden Grimassen. Durch Stress und körperliche Aktivitäten verstärken sich die unkontrollierten Bewegungen, während sie in tiefen Schlafphasen zurückgehen.

Die Chorea ist ein Hauptmerkmal der Huntington-Krankheit – sie kann aber auch im Rahmen anderer Erkrankungen oder als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.

Die Bezeichnung Chorea (griechisch: Choreia = Tanz) geht darauf zurück, dass die typischen unwillkürlichen Bewegungen, die bei Chorea Huntington auftreten, an einen Tanz erinnern können. Daher nannte man Chorea Huntington früher auch erblicher Veitstanz. Ursprünglich war mit Veitstanz jedoch nicht die Huntington-Krankheit gemeint, sondern die sogenannte Tanzwut. Die Tanzwut wurde im 14. und 15. Jahrhundert als ein Phänomen umschrieben, bei dem Menschengruppen so ausgedehnt und geradezu ekstatisch tanzten, dass sie in starke Erregungszustände gerieten. Die genauen Ursachen dieses Verhaltens sind unklar. Möglicherweise ist es durch Vergiftung des Mutterkornpilzes zustande gekommen, der in Getreide enthalten war.

Häufigkeit

Chorea Huntington zählt zu den seltenen Erkrankungen. Die Angaben zur Häufigkeit variieren, Schätzungen zufolge ist in Europa etwa einer von 10.000 bis 20.000 Menschen betroffen.

Die Huntington-Krankheit bricht häufig zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr aus, kann aber auch früher oder später auftreten.


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